In den Wäldern von Waldburg steht eine bedeutende Veränderung bevor. Die kürzlich erlassene Abschussverordnung verlangt von uns Jägern, die Rehbestände deutlich zu reduzieren. Mit dieser Maßnahme soll der Verbissgrad – also die Beeinträchtigung junger Bäume durch Wild – gesenkt werden. Doch schon jetzt ist klar: Die Auswirkungen auf das Rehwild werden spürbar sein, und das Bild des Waldburger Waldes wird sich verändern.
Die neuen Vorgaben schreiben vor, dass die Abschusszahlen in den kommenden Jagdsaisons erheblich erhöht werden müssen. Für uns Jäger bedeutet das, den Rehbestand stärker als bisher zu bejagen. Dies wird zwangsläufig dazu führen, dass die Rehpopulation in Waldburg in den nächsten Jahren deutlich abnimmt. Der Wald, wie wir ihn kennen, könnte dadurch spürbar stiller werden.
Veränderungen, die bald sichtbar werden
Schon in der nächsten Jagdsaison werden wir die ersten Auswirkungen der neuen Verordnung erleben. Begegnungen mit Rehwild, die bislang ein selbstverständlicher Teil der Naturerlebnisse im Waldburger Wald waren, werden seltener werden. Rehe werden sich verstärkt zurückziehen, und ihre Präsenz wird in vielen Teilen des Waldes abnehmen.
Die vertrauten Zeichen ihrer Anwesenheit – Spuren, Wildwechsel und Sichtungen – könnten bald zur Seltenheit werden. Diese Entwicklung ist eine Herausforderung, die uns Jäger und auch die Gemeinschaft der Waldburger betrifft.
Eine neue Realität für die Jagd
Die neue Abschussverordnung stellt uns vor eine schwierige Aufgabe. Einerseits verstehen wir die Notwendigkeit, den Wildbestand an die Anforderungen des Waldes anzupassen. Andererseits fällt es schwer, die drastischen Veränderungen zu akzeptieren. Für viele von uns Jägern bedeutet die Aussicht auf leere Wälder eine Einschränkung dessen, was die Jagd für uns ausmacht: die Begegnung mit Wildtieren, das Beobachten ihres Verhaltens und die Pflege eines ausgewogenen Bestands.
Wie sich diese neue Regelung langfristig auswirken wird, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch, dass die kommenden Jahre den Wald spürbar verändern werden.
Wildfütterung: Ein unverzichtbarer Beitrag im Winter
Mit dem Einbruch des Winters beginnt für das Wild eine entbehrungsreiche Zeit. Schnee und Frost erschweren die Nahrungssuche, und natürliche Futterquellen sind oft nicht mehr zugänglich. Gerade in strengen Wintern wird die Wildfütterung daher zur notwendigen Unterstützung, um das Überleben der Tiere zu sichern und Schäden im Wald zu vermeiden.
Die gezielte Fütterung dient nicht nur dem Tierschutz, sondern auch dem Schutz der jungen Bäume. Durch die Versorgung mit artgerechtem Wildfutter an speziell eingerichteten Futterstellen wird Verbiss verhindert, und die Tiere bleiben gesund.
Frohe Weihnachten und ein glückliches neues Jahr!
Liebe Waldburgerinnen und Waldburger, während das Jahr sich dem Ende zuneigt und der Winter unseren Wald in eine ruhige, glitzernde Decke hüllt, möchten wir Ihnen von Herzen eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit wünschen. Mögen die Feiertage Ihnen und Ihren Liebsten Wärme, Freude und friedvolle Momente schenken.
Für das kommende Jahr 2025 wünschen wir Ihnen Gesundheit, Glück und viele schöne Stunden in der wunderbaren Natur unserer Waldburger Wälder.