Tätigkeitsbericht · Stand: 13.08.2026

Niederwildtränken gegen die Sommerhitze

Die anhaltende Hitze- und Trockenperiode macht nicht nur uns, sondern vor allem unserem Wild zu schaffen. Reh, Hase, Fuchs und Co. sind in dieser Jahreszeit dringend auf zusätzliche Wasserstellen angewiesen, da natürliche Tümpel und Gräben im Revier zunehmend austrocknen.

Aus diesem Grund haben wir in den letzten Tagen wieder einige Niederwildtränken gebaut und im Revier verteilt.

Material und Werkzeug für den Bau der Niederwildtränke: KG-Rohr, Bögen, Muffenstopfen, Schelle, Pflöcke und Werkzeug im Gras ausgelegt
Alles bereit: KG-Rohr, Bögen, Muffenstopfen, Schelle und Werkzeug für den Bau.

So funktioniert die Tränke

Rohrstück mit angesetztem Bogen; der Muffenstopfen liegt separat daneben, bevor er auf das obere Rohrende montiert wird
Der Bogen sitzt schon, der Muffenstopfen (rechts) kommt anschließend aufs obere Rohrende.

Herzstück ist ein senkrecht stehendes KG-Rohr, das mit einer Schelle an einem Holzpflock befestigt wird und oben mit einem Muffenstopfen verschlossen ist. Am unteren Ende sorgt eine Kombination aus zwei Bögen (87° und 67°) für eine leicht schräg stehende Trinkschale, die dem Wild die Wasserentnahme erleichtert.

Fertig montierte Niederwildtränke, mit einer Schelle am Holzpflock befestigt
Aufgestellt und mit einer Schelle am Holzpflock befestigt.

Das Rohr fasst rund 10 Liter Wasser: Zum Befüllen wird es zur Seite gedreht, danach schwenkt man den Bogen in die richtige Trinkposition und senkt das Rohr langsam ab. Der Wasserstand wird durch den Luftdruck gehalten: Solange die untere Öffnung mit Wasser bedeckt ist, kann keine Luft ins Rohr nachströmen. Trinkt das Wild und der Pegel in der Schale sinkt, steigt Luft blasenweise ins Rohr auf, und entsprechend läuft Wasser nach – bis die Öffnung wieder abgedichtet ist. So bleibt die Tränke über längere Zeit ohne Nachfüllen einsatzbereit, ganz ohne Strom oder Technik.

Die fertige Trinkschale der Niederwildtränke, gefüllt mit Wasser
Fertig befüllt und einsatzbereit für Reh, Hase, Fuchs und Co.

So kommt das Wild auch in dieser Trockenperiode zu genug Wasser – ganz ohne Strom, ohne Technik und ohne, dass wir ständig nachschauen müssen.

Weidmannsheil — Ihre Waldburger Jägerschaft
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