Die anhaltende Hitze- und Trockenperiode macht nicht nur uns, sondern vor allem unserem Wild zu schaffen. Reh, Hase, Fuchs und Co. sind in dieser Jahreszeit dringend auf zusätzliche Wasserstellen angewiesen, da natürliche Tümpel und Gräben im Revier zunehmend austrocknen.
Aus diesem Grund haben wir in den letzten Tagen wieder einige Niederwildtränken gebaut und im Revier verteilt.
So funktioniert die Tränke
Herzstück ist ein senkrecht stehendes KG-Rohr, das mit einer Schelle an einem Holzpflock befestigt wird und oben mit einem Muffenstopfen verschlossen ist. Am unteren Ende sorgt eine Kombination aus zwei Bögen (87° und 67°) für eine leicht schräg stehende Trinkschale, die dem Wild die Wasserentnahme erleichtert.
Das Rohr fasst rund 10 Liter Wasser: Zum Befüllen wird es zur Seite gedreht, danach schwenkt man den Bogen in die richtige Trinkposition und senkt das Rohr langsam ab. Der Wasserstand wird durch den Luftdruck gehalten: Solange die untere Öffnung mit Wasser bedeckt ist, kann keine Luft ins Rohr nachströmen. Trinkt das Wild und der Pegel in der Schale sinkt, steigt Luft blasenweise ins Rohr auf, und entsprechend läuft Wasser nach – bis die Öffnung wieder abgedichtet ist. So bleibt die Tränke über längere Zeit ohne Nachfüllen einsatzbereit, ganz ohne Strom oder Technik.
So kommt das Wild auch in dieser Trockenperiode zu genug Wasser – ganz ohne Strom, ohne Technik und ohne, dass wir ständig nachschauen müssen.